GlosseSchulleben

Schulklos! Die Hölle!

Du kennst es, du musst unbedingt mal pinkeln, defäkieren, schminken oder einfach wo anders hin, als im Unterricht zu sitzen. Du machst dich, nach einer langen Diskussion mit deinem/deiner Lehrer/in ob du es wirklich auf Klo gehen kannst, auf den Weg. Du gehst die Flure entlang und findest endlich die Tür deines jeweiligen Klos, und gehst rein. Moment… Halt… Stopp… ist das ein Klo, oder die Hölle selbst!? Es stinkt, alles ist bemalt, vom Klopapier fehlt jede Spur, und ob das Klo selbst noch funktioniert, ist fraglich (wenn du Glück hast, hängt das Waschbecken noch).

Ich selbst und meine mutige Helferin, Eva, sind auf die gefährliche Reise zu den Schulklos gegangen, um uns selbst zu überzeugen, wie schlimm es ist (ich habe hier ihr den Vorgang gelassen). Was wir fanden, war verstörend. 

Fangen wir an mit den Schulklos auf den Pausenhof… 

Ein Übermaß von Schmutz begrüßte uns direkt am Eingang und zieht sich durch das ganze Klogebäude. Mehre Hieroglyphen, die an die Wänden gemalt wurden, gab es für uns zu entschlüsseln. Eine gewisse Hieroglyphe ging über eine verdächtige Rosalinde und mehrere Herzformen waren aufzufinden, manchmal mit gewissen Buchstaben drin. Außerdem ist uns eine gewisse methodische Fähigkeit aufgefallen, über die die meisten Schüler/innen nicht verfügen, nämlich die Fähigkeit abzuspülen. Wenn Klopapier aufzufinden ist, dann meistens auf den Boden, an den Wänden, im Klo oder im Mülleimer.                                                                                                                                                           

Viel Spaß beim Suchen!                                                                                                                              

Das größte Problem war, das wir unsere wundervollen Hackfressen nicht in einzelnen Spiegeln ansehen konnten. Wir mussten uns einen teilen! (der auch noch ein Übermaß an Dreck an sich hatte). Wir fanden auch noch sehr höflich aggressiv kabelnde Mitmieter mit acht Beinen (auch Spinnen genannt). Ob es schlimmer ist, als Schüler/in mit krabbelnden Spinnen auf Klo zu sein, oder als Spinne jeden Tag vom Anblick der Schüler/innen verstört zu werden, ist fraglich.                                                                                                                                                                                      

Ach übrigens, wir mussten dieses Klo nach einer kurzen Zeit verlassen, weil uns der (nicht so angenehme) Geruch sonst hingerichtet hätte.     

Im A und B Gebäude sind die Klos im zweiten Stock immer geschlossen. Was darin schlummert, konnten und wollten wir nicht erfahren (ich habe Angst davor). 

Im ersten Stock fanden wir genauso viel Dreck wie auf den Pausenhof. Wir fanden außerdem noch mehr Hieroglyphen, die wir aber wohl oder übel mehr entschlüsseln konnten. Mehrere Tabellen waren aufzufinden bei denen Besucher des Klos abstimmen konnten, was man in dieser Latrine gemacht hätte. Die Tabelle bestand aus ,,scheißen”, ,,pissen”, ,,vapen” und ,,am Handy zocken” (sic). Die meisten waren beim vapen, was das zu sagen hat, überlasse ich den Lesern/innen selbst. Viele Leute waren hier, da mehrere Hieroglyphen ,,Ich war hier” lasen. Desweiteren fanden wir mehrere Zeichen gewisser Geschlechtsteile des Homo sapiens an den Wänden. Dies ist nicht verwunderlich, da die Schüler dieser Schule in ihrer hormongesteuerten Pubertät sehr an Geschlechtsverkehr und alles drum herum interessiert sind. Durch die Größe dieser Klos und die geringe Anzahl der Kabinen bildet sich hier öfters eine Schlange (bitte verrichtet eure Notdurft schneller!).  

So, letzte Station: die Schulklos im dritten Stock.

Diese Schulklos sind von allen die Saubersten, da dieses die meisten Schüler nicht aufsuchen wollen, weil man nicht für jedes Geschäft hochlaufen will. Das bedeutet eine deutliche Klo-Empfehlung für den dritten Stock (da der Rest eine Qual für jedermann ist). Nebensache: Es stinkt hier auch nach Zoo und Fäkalien.

In diesen verschiedenen Klosetts auf den verschiedenen Stockwerken fanden wir wenig oder gar kein Klopapier. Wo es abgeblieben ist, ist rätselhaft. Wir schicken einen guten und qualifizierten Detektiv zur Suche los. Wenn ihr es findet, meldet euch. Wir vermissen es. 

Außerdem tut es uns leid, dass wir hier eher die Frauenklos beschreiben, da wir weder auf die Jungs Klos durften noch wollten (keine Ahnung welcher Horror da abgeht).

Ach, übrigens: Nimmt bitte diesen Artikel mit Humor, wir wollen niemanden verletzen!

Hier kommt unser Fazit unserer Abenteuer durch die Welten der Mannesmannklos: 

Das die Schulklos so aussehen, wie sie aussehen, liegt daran, dass die Schüler, Mitarbeiter und viele andere sich nicht richtig um sie kümmern, und selbst absichtlich verschmutzen. Wir glauben daran, dass, wenn jeder seinen Umgang mit den Schulklos ein bisschen verbessert, die Schulklos besser aussehen würden.  

Einen großen Dank richten wir außerdem an die Putzkräfte, die sich jeden Tag die Aufgabe der verschmutzen Schulklos zu säubern annehmen!

Ach, und Danke an meine wundervolle Helferin, Eva!