Am 02.11.2026 hatten wir besonderen Besuch am MMG. Denn uns wurde die Ehre zuteil, Schülerinnen und Schüler aus Südafrika und Sri Lanka im Rahmen eines Projekts von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der Kinder-Nothilfe bei uns begrüßen zu dürfen.
Die Kinder-Nothilfe arbeitet in diesen sowie vielen weiteren Ländern mit nationalen NGOs (Non Gouvernement Organisation) zusammen, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Deshalb bilden diese Organisationen Peer-Groups mit Jugendlichen vor Ort, welche dann Aufklärungsarbeit zu zum Beispiel (sexueller) Gewalt, Kinderarbeit, Gleichberechtigung oder auch der Umsetzung der Kinderrechte für andere Jugendliche leisten. Nun haben einige Jugendliche aus den Peer-Groups zum ersten Mal ihr Land verlassen und reisten mit Unterstützung der Kinder-Nothilfe nach Deutschland, um ihre Projekte zu teilen und neue Eindrücke zu gewinnen.
Am 02.11.2026 fand die Auftaktveranstaltung der Deutschlandtournee an unserer Schule statt. Diese begann mit einer kurzen Präsentation von drei Schülerinnen unserer Schule zur Kinderrechtssituation in Deutschland. Dann kamen unsere Gäste auf die Bühne. Nach einem typisch südafrikanischen Warm-Up-Tanz bekamen wir erst einen südafrikanischen, dann einen srilankanischen Einblick in die Menschenrechtssituation in den jeweiligen Ländern.
Dort steige zwar die Aufmerksamkeit für Kinderrechte und die Peer-Groups sehen Erfolge ihrer Arbeit, jedoch gibt es vor Ort noch viele Problembereiche. Deshalb ist eine Fortführung der Projekte unbedingt notwendig, damit sich die Situation der Kinder in diesen Ländern verbessert.
Nach dem inhaltlichen Austausch ging es für einige Schülerinnen und Schüler noch zu einem gemeinsamen Pizza- und Kuchenessen mit unseren Gästen, um den Austausch zu vertiefen und sich persönlich näher kennenzulernen. Daraus konnten wir vor allem mitnehmen, dass die Konflikte und Alltage sowie Schultage völlig anders sind. Gleichzeitig stellten wir fest, dass sich einige Probleme wie Migrationspolitik, Bildungspolitik und Chancenungleichheit überschneiden.
Der Austausch ging weit über Politik hinaus, denn auch persönlich verstanden wir uns sehr gut. In unseren Hobbys konnten wir große Gemeinsamkeiten finden und hatten insgesamt oft und viel gemeinsam zu lachen. Es entstand eine schöne, freundschaftliche Atmosphäre, in der sowohl wir als auch unsere Gäste sich sehr wohl fühlten.
Wir nehmen mit, dass wir trotz unterschiedlicher Lebensrealitäten ähnliche Ziele verfolgen und ähnliche Interessen teilen. Die Veranstaltung war nicht nur informativ, sondern vor allem persönlich bereichernd und für unsere Gäste, uns Schülerinnen und Schüler und unsere Lehrerinnen und Lehrer ein voller Erfolg.
Es hat uns sehr gefreut, dank der langen Zusammenarbeit mit der Kinder-Nothilfe im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Leitung von Herrn Söhngen Teil eines solchen Projekts sein zu dürfen.
Isabelle Petuh und Rebecca Peterwerth (Jgst. 11)



































