Zum ersten Mal hat eine Schülerin unserer Schule im Rahmen unseres Erasmus+ -Programms an einer Einzelmobilität nach Italien teilgenommen – ein Meilenstein für uns als Europaschule. In ihrem Bericht teilt Emilia (15) mit uns ihre Erfahrungen und zeigt, wie bereichernd Lernen über Grenzen hinweg sein kann.
Wir hoffen, dass Emilias Erfahrungsbericht auch andere MMG-Schülerinnen und Schüler (bevorzugt EF) ermutigt, sich für einen Erasmus+-Aufenthalt zu bewerben, denn auch im nächsten Schuljahr können wir wieder einen Platz, nach Pinerolo vermitteln. Bei Interesse meldet euch bei Frau Degner.
Claudia Degner, Erasmus+-Koordination

Ein Auslandsaufenthalt in Italien
Habt ihr euch jemals gefragt, wie es ist, einen Auslandsaufenthalt zu machen? Wie es ist, für eine längere Zeit bei einer Gastfamilie in einem anderen Land zu leben? Diese Möglichkeit hatte ich im Rahmen von Erasmus+ – für fünf Wochen durfte ich bei einer Familie in Pinerolo, Italien, leben.
Los ging es für mich am 29.03.. Als ich ins Flugzeug stieg, war ich bereits mächtig aufgeregt – es war nicht nur mein erster Flug alleine, sondern auch mein erster Besuch in Italien. Doch innerlich wusste ich schon, dass es wunderschön werden würde.
Nachdem ich von meiner Gastfamilie herzlich in Turin empfangen wurde, ging es für mich am nächsten Tag in die Schule. Eine der vielen neuen Erfahrungen, die ich dort gemacht habe – das Schulsystem ist ganz anders als hier in Deutschland! Eine Schulstunde dauert 55 Minuten und alle paar Wochen führen die Lehrer interrogazioni durch – dabei werden alle Schüler nach und nach am Lehrerpult zum Gelernten abgefragt. Die italienischen Schulnoten gehen von 3 bis 10 und werden meist direkt im Anschluss an die interrogazioni verkündet.
Doch auch wenn es stressig klingen mag, gibt es tolle und positive Merkmale der italienischen Schule – Tablets für alle, und: drei Monate Sommerferien!! Nicht nur die Schule an sich gefiel mir, sondern auch all die Menschen, die ich dort treffen durfte; ich habe neue Freundschaften geschlossen. Auch meine Gastfamilie und ich haben Kontakt und werden ihn halten. 🙂 Wir haben viel zusammen gekocht und gelacht, und, wie es in Italien üblich ist, jeden Abend zusammen verbracht.
Neben den herzlichen, fröhlichen und offenen Menschen, die ich kennengelernt habe, durfte ich auch viel von Italien sehen – Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Beim Anblick des Mailänder Doms zum Beispiel bleibt einem die Luft weg – mi ha lasciato senza parole. Einzigartige Erfahrungen mit meiner Gastfamilie habe ich auch in Spotorno am Meer, in Turin oder in Pragelato in den Bergen gemacht.
Diese fünf Wochen waren eine empfehlenswerte Erfahrung, durch die ich nicht nur meine Italienischkentnisse vertieft habe; ich habe wunderbare Freundschaften geknüpft und all die unvergesslichen Erinnerungen haben einen besonderen Platz in meinem Herzen.
Queste cinque settimane sono state un’esperienza che non solo ha migliorato il mio italiano; ho stretto nuove, profonde amicizie, ho conosciuto nuove persone… e tutti questi ricordi indimenticabili occupano un posto particolare nel mio cuore.
A presto, ragazzi!! Mi mancate già troppo!!!
Emilia Mainka, 9f




































